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 Mixing Techniken

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Übersicht der Mixing Grundlagen



Mixing-Techniken
(Übersetzt aus dem Englischen von PachN und anachronX)



  1. Outro / Intro Mixing
    Die naheliegendste Technik ist das Outro und das Intro von Lied 1 und Lied 2 zu nehmen und zusammen zu mixen. Starte dazu einfach das Intro von Lied 2, wenn das Outro von Lied 1 beginnt. Natürlich alles „im Beat“ ;)
    Nutze den Crossfader und ziehe ihn von Deck 1 zu Deck 2 um den Übergang zu machen.
    Um es perfekt zu machen, blende Song 2 so ein, als ob es ein Aufbau von Lied 1 wäre und in den „Hauptteil“ leitet genau in dem Moment, wenn Lied 1 zuende läuft.
    Das erfordert perfektes Timing und Übung, aber es ist zu meistern. Am besten funktioniert es, wenn das Intro keine oder eine leise Bass Drum besitzt.

  2. Kill Bass Mix
    Nehmen wir an, beide Songs haben eine klare Bass Drum im Intro und Outro. Starte Song 2 einige Beats bevor das Outro von Song 1 beginnt. Nehme zuvor aber den Bass von Song 2 raus, beatmatche beide Lieder und setzte einen 8er Loop für Song 2. Bringe den Crossfader auf die Mittelposition, entferne nun ein wenig die Höhen von Song 1 und gib ein wenig Höhen von Song 2 dazu.
    Wenn jetzt Song 1 das Outro erreicht, mit dem letzten Beat vor dem Outro, blende den Bass von Song 2 schnell wieder ein... entweder du nimmst hier gleichzeitig denn Bass von Lied 1 raus und lässt es noch 4 Beats weiter laufen, oder zu ziehst den Crossfader SCHNELL ganz zu Deck 2 rüber.

    Auch hier erfordert es einiges an Übung und Timing.... hört sich aber super an :)

  3. EQ Mixing
    Wenn Song 1 noch 16 Beats von seinem Outro entfernt ist, starte Song 2. (Dass du zuvor die passende Stelle ausgewählt und die Beats synchronisiert hast, brauche ich ja nicht mehr erwähnen ;) )
    Versuche die Höhen beider Lieder „auszutauschen“. Nimm dazu dem einen Lied etwas Höhen und gebe dem anderen etwas dazu. Das gleiche kannst du mit der mittleren Frequenz machen – natürlich nur, wenn es passt und sich gut anhört.
    Zum Schluss das selbe mit dem Bass... so dass Song 2 Song 1 „übernimmt“. Song 2 sollte auf seinem normalen EQ-Level sein, wenn Song 1 das Outro erreicht.
    Nun kannst du entweder Song 1 direkt stoppen oder zuende laufen lassen.

    Experimentiere hier ein bisschen. Es gibt verschiede Möglichkeiten. Tausche nur den Bass, oder nur die Mitten usw. Übe, übe, übe und experimentiere. Nach einer Weile wirst du ein Gespür dafür entwickeln, welche Methode sich für welchen Song am Besten eignet. Binde den Crossfader mit ein und sei kreativ.

    Hier ist es besonders wichtig die Songstrukturen genau zu kennen und natürlich üben, üben, üben.

  4. Riskantere Version
    Manchmal ist es nicht „cool“ dem strikten 8 Takte/ 16 Takte Muster des Intros zu folgen. Wenn du nur so vor gehst, werden deine Mixe ziemlich berechenbar und langweilig werden. Also benötigst du ein Paar Variationen.

    Diese Letzte ist ein bisschen riskant, aber mit genug Übung, kannst du das ganze während eines Live Auftritts sehr anmutig rüberbringen.

    Mache das Selbe wie oben beschrieben, jedoch nur mit einem 4er Loop des Intro Beats von Song 2. Wenn du also die ersten 4 Beats des Outros von Song 1 gehört hast, mixe „auf den Beat“ Song 2 ein. Stoppe Song 1 oder fade ihn aus.

  5. Noch bessere Methode (Breakdown Mixing)
    Wenn du dir mit Methode 1-3 sehr sicher bist, ist die nächste Stufe nicht zu warten bis das Outro beginnt, sondern den Mix im Breakdown zu machen. Du hast etwa 16 Beats um etwas cooles zu schaffen. Nicht von Anfang bis Ende zu spielen macht das Mixing natürlich schneller. Hier hast du nur etwa 2-3 Minuten Spielzeit pro Song.
    Die Idee dahinter ist wieder deinem Mix einen gewissen Flow und Smoothness zu geben. In der Art, dass sich dein Mix an dem Aufbau und der Struktur der Songs orientiert. Wenn der Breakdownteil endet beginnt ein neuer Vers... Wenn der Breakdown des einen Liedes endet, beginnt ein neuer Vers des NEUEN Liedes. Das verleiht dem Mix die nötige Glätte und fügt sich logisch in den Song ein.

    Um das ganze auf die Spitze zu treiben benötigst du ein wirklich ausgeprägtes Gehör für die Musik. Du musst versuchen die feinen Unterschiede in diesen 4x4 Beats zu hören. Erkenne, dass der erste Takt in den 2 Takten eines Verses nicht der selbe ist und sich zum Zweiten unterscheidet. Dadurch, dass du nicht nur mit dem ersten Beat pro Takt, sondern auch mit dem ersten Takt pro Vers mixt, mixt du wie die richtigen Pro’s :) Mach dir keine Sorgen drüber, wenn du den letzten Teil jetzt nicht verstanden hast. Die meisten Leute können den Unterschied nicht beschreiben oder hören. Auch dein Publikum wird den Unterschied zwischen den einzelnen Takten nicht hören. Aber wenn du vor hast eigene Remixe für eine CD bspw. zu produzieren, muss dir dieser Unterschied bekannt sein und du musst ihn erkennen. Denn wenn dir zuhause an deiner Anlage einen solchen Mix anhörst, wirst du den eines DJs der diese Logik befolgt von dem eines DJs der nicht so vorgeht leicht unterscheiden können.

  6. Alternative Möglichkeiten
    Ab und an kommst du mit Beatmixing nicht weiter. Oder du willst einfach ein bisschen Abwechslung rein bringen. Hier ein Paar Vorschläge die wirklich einfach umzusetzen sind (einige davon gibt es sogar als VDJ-Plugin ;) )

    • Der Backspin: Wenn du eine der obigen Techniken benutzt, nutze einen Backspin anstatt einem Fade out oder stoppen eines Songs. Das hörst sich für einige Songs wirklich cool an, aber übertreibe es nicht damit. Das könnte den Eindruck erwecken, dass du das nur so oft machst, weil du nichts anderes kannst.
    • Break-Beat/ Vinyl-Stop: Stop den Track anstatt ihn aus zu faden mit einem Viny-stop. Das hält den Track nicht sofort an, aber in etwa einer Sekunde.
    • Dead Stop: Kille einfach Song 1 genau zu dem Beat, wenn Song 2 startet. Macht sich vor allem beim Hip Hop cool. Wichtig hierbei ist, dass du genau den 1. Beat von Song 2 triffst, nachdem der letzte Beat des Satzes von Song 1 vorbei ist.





Und immer wichtig bei allem Üben:
Zeichne deine Versuche auf und höre sie dir an.
Achte dabei darauf, ob sich der Mix sauber anhört.
Passen die Song Strukturen zusammen?
Fügen sich evtl. benutzte Effekte gut in den Mix ein, oder stören sie?
Hast du die Frequenzen richtig eingestellt, oder sind sie zu unterschiedlich?

Zeichne auf und hör es dir an. Das ist deine beste Übung.

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