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 Fortgeschrittenes Mixen

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Übersicht der Mixing Grundlagen


Fortgeschrittenes Mixing
(Übersetzt aus dem Englischen von PachN und anachronX)


In den vergangenen beiden Kapiteln wurde versucht, die Grundlagen für die Angleichung zweier Lieder zu vermitteln.
Falls sich die ersten Ergebnisse aber immer noch nicht anhören, als ob die Übergänge glatt und geschmeidig wären,
dann gibt es bestimmt noch weitere Tricks mit denen DJ’s arbeiten könnten, und die von allen Top-DJ’s bei ihrer Arbeit angewandt werden.

Zur Erinnerung noch mal ein Ausschnitt aus dem letzten Kapitel:

[Lied 1] 1…2…3…4
[Lied 2] 1…2…3…4

Genau darin liegt das Geheimnis!

Der Schlüssel dazu ist im Mixing beider Songs auf den gleichen Taktschlag innerhalb ihrer Taktblöcke (englisch: Pattern) zu finden.
Idealerweise gleicht man beide laufenden Lieder auf den Auftakt (1) z.B. eines vollen 4/4-Taktes (1…2…3…4) an.

Innerhalb VirtualDJ werden die Auftakte in der Wellenformdarstellung der einzelnen Pattern als große, breite Rechtecke dargestellt,
die sich damit von den anderen abheben.


Bild 1 (Zoom: far)


Bild 2 (Zoom: default)



Es kann bei einigen Musikstücken vorkommen, dass nach der Analyse der Songs durch VirtualDJ die Phasenlage der Takte nicht stimmt.
Das kann zum Beispiel bei Songs mit einem instrumentalen, beatlosen Intro vorkommen, oder auch bei polyrhythmischen Musikstücken,
oder auch bei Musikstücken, die in einer anderen Taktart als dem 4/4-Takt komponiert wurden.
Um dieses zu überprüfen, sollte man sich das vermeintlich falsch analysierte Musikstück anhören und die Takte mitzählen:
Wann beginnt ein neuer Abschnitt (Strophe, Refrain usw.)?

Stimmt dieser mit einem in der Wellenformdarstellung zu sehenden Auftakt (1) überein?
Dies ist zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubearbeiten, d.h. Auftakte sind an den Beginn eines neuen Abschnittes zu stellen.

In der Regel ist der allererste Taktschlag, eines von der FAME-Engine analysierten Musikstückes, immer ein Auftakt (1).
Was aber wie beschrieben nicht immer zutreffend ist, da dann Abschnittswechsel z.B. von einer Strophe in den Refrain nicht immer genau an einem Auftakt stattfinden. Da ist dann also manuelle Nachbearbeitung nötig!


Bild 3 (BPM bearbeiten)



Vielleicht war das bisher ein Grund, weshalb der Mix einiger Songs immer schräg klang, obwohl sie angeblich doch „auf dem Beat“ lagen?

Wenn nun zwei synchronisierte Songs gemixt werden sollen, dann sollte man beachten, dass diese größeren Blöcke genau übereinander liegen.
So bekommt man einen perfekt klingenden Mix hin, der nicht danach klingt, als hätte man zwei Lieder wahllos übereinander gelegt.


Übersicht der Mixing Grundlagen
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