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 Musikstile

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Übersicht der Mixing Grundlagen


Stilistische Einordnung von Musik
Quelle: Dirk Duske – Gut aufgelegt!
Abgewandelt und in eigenen Worten wiedergegeben von PachN



Es gibt nahezu unzählige verschiedene Musikstile.
Ich werde hier die Bekanntesten auflisten und ein wenig näher erläutern.

Zur Übersicht lässt sich folgende Gliederung aufstellen:

House: Vocal-, Disco-, Deep-, Minimal-, French-, Club-, Latin-, Electro-, Tech-, Tribal-, Acid-, Chicago-, Garage-, Retro-House.
Dance: Dance-House, Hands-Up, Italo-Dance, Euro-Dance.
Trance: Progressive Trance, Hardtrance, Deeptrance, UK-Trance, Goa, Vocal-Trance.
Techno: Break Beat, Schranz, Gabber, Hardstyle, Electroclash, Detroit-Techno, Commercial-Techno, Underground-Techno.
Urban Music: R’n’B, Dancehall, Reggae, Funk, HipHop


House

House Songs besitzen meist einen “Four-On-The-Floor” 4/4-Takt.
Er setzt sich vorwiegend aus Groove und Bassriff zusammen.
Im Groove finden sich vor allem natürlich klingende Percussionelemente wie Bassdrum, Snare, Bongos, Congas.
Der Bassriff besteht aus einer Bassgitarre, einem Sequenzer oder einem eingespielten Sample.
Weitere Unterscheidungsmerkmale sind: Handclaps, E-Gitarren, Streicherarrangements, Bläser, Samples aus anderen Klassiker der Funk und Disco-Perioden oder ein Piano.
Housetracks besitzen üblicherweise ein Tempo zwischen 118 und 130 BPM.
Als Leadsound werden sich wiederholende Samples oder auch monotone, synthetische Sequenzerklänge genutzt.

Substile lassen sich wie folgt einordnen:
Vocal-House:
House mit Gesang. Bspw.: Milk&Sugar

Disco-House:
Hier werden alte Disco-Ära Klassiker als Samples genutzt, oder die alten Lieder neu produziert oder Bootlegs erstellt. z.B.: Bootlegs von Chic, Blondie, Bee Gees.

Club-House:
Weiche melodische Bassline mit Orientierung am Disco-Sound. z.B. DJ Antoine, Armand van Helden

French-House:
French-House entstand in den 90ern und stammt wie der Name sagt aus Frankreich. Er zeichnet sich durch einen dominanten Groove oder synthetischem Bassriff aus. Hier findet man auch häufig besonders elektronisch klingende und kraftvolle Arrangements, wie z.B bei David Guetta oder Darft Punk

Deep-House:
wurde früher als New-York-Garage-House bezeichnet. Heut zu Tage sehr ruhiger und langsamer, mit synthetischen Flächen monotoner House. z.B. Frankie Knuckles.

Minimal-House:
wenig instrumentierte, eher auf den Groove abzielende und langsame Form des House. Ab 115 BPM. Disharmonische Synthie-Akkorde, z.B.: Steve Bug, Trentemöller

Latino-House:
House in einer Kombination mit lateinamerikanischer Musik. Viele Percussions, Pianos, Bläser. Bsp.: Solme De Bahia, Mambana

Tech- und Progressive House:
House mit technoide, synthetischen Sounds und monotoner Bassline. Bsp.: Oliver Koletzki

Tribal-House:
sehr perkussiver und rhythmusbetonter House. Bsp.: Danny Tenaglia, The Good Men

Electro House:
orientiert sich an der elektronischen Musik der 80er. Mit Arrangements aus Sounds älterer analoger Syntheziser und Rhythmuscomputer. Bsp.: Lexy & K. Paul, Tok Tok vs. Soft O.

Acid House:
Ende der 80er hatte der Acid-House seinen Höhepunkt. Unverkennbar der einzigartige Sound des Roland TB-303. Bsp.: Josh Wink, Hardfloor

Chicago-House:
Nach dem „Warehouse“ in Chicago benannter Musikstil mit progessiven Electro-Elementen. Bsp.: Steve „Silk“ Hurley, Inner City

Garage-House:
Wurde nach dem “Paradise Garage” in New York benannt. Zeichnet sich durch gospelähnlichen und souligen Gesang aus. Bsp.: Masters At Work, Todd Terry

Retro-House:
Beinhaltet Sampleklassiker aus den 80er oder orientiert sich an dem damaligen Sound. Bsp.: Disco Boys.


Dance
Eine vor allem in den Neunzigern aufkommende Musikrichtung. Sie setzt sich aus Elementen des Techno, des Trance und Vocals zusammen. Meist zwischen 130 und 140 BPM. Erfolgreiche Vertreter dieses Genres sind: Special D. Novaspace, Groove Coverage und Starsplash. Man unterscheidet Dance in:

Dance-House:
eine Mischung aus Trance, Techno und Vocals. Bsp.: French Affair Danzel

Hands Up/ Jumpstyle:
Kombination aus Trance (Lead-Sounds) und Commercial Techno (Groove). Bsp.: Pulsedriver, Starsplash

Italo-Dance:
Nach dem Ursprungsland Italien benannt. Zeichnet sich durch synthetisch eingesetzte Trompeten und einem housigen technoiden Groove und Vocals aus. Bsp.: Gigi D’Agostino, Prezioso.

Euro-Dance:
Als Euro-Dance wurde vor allem in den 90ern Songs mit einem Tempo von ca. 140 BPM und Vocals die an einen typischen Pop-Song erinnern, bezeichnet. Auch üblich war die Bezeichnung Dancefloor. Bsp.: 2 Unlimited, Snap!


Trance
Im kommerziellen Dancebereich verbreitete Musikrichtung. Verwendet synthetische Lead-Sounds mit 130 – 145 BPM.

UK-Trance:
Kommt aus Großbritannien. Besitzt akzentuierte Lead-Sounds und Vocals. Eine weniger hervordringende Bassdrum als beim Hardtrance und melodischen Basslines. Bsp.: DJ Tiesto, Armin van Buuren

Goa:
Entstand Ende der 80er Anfang 90er. Trägt den Namen der Provinz Goa in Indien. Man kann es auch als psychedelischen Trance bezeichnen. Soll durch das Arrangment der Instrumente die Melodie stärker fokussieren, sodass der Tänzer in eine Art Trance-Zustand versetzt wird. Bsp: Man With No Name, Infected Mushrooms

Deep-Trance:
ruhiger, melodisch minimaler Trance Bsp: Jam & Spoon, Schiller

Vocal-Trance:
eine “Pop”-Form des Trance mit Vocals. Bsp.: Sylver, Lasgo

Progressive/ Hard-Trance:
harter Trance mit Einflüssen des Techno und Acids. Aggressive Lead-Sounds. Bsp: Kai Tracid Talla 2 XLC


Techno

Ende der 90er in Detroit entstanden. Typische Charakteren sind: monotone, maschinell klingende und fast nur synthetische Sounds. Dabei reicht der BPM-Wert von 130 bis über 200 hinaus.

Detroit-Techno:
Auf electronischen Klängen basierte Variante mit 130-140 BPM. Bsp.: Juan Atkins

Electroclash:
Durch die Band „Kraftwerk“ mit älternem Synthsizer Sound und Vocoder-Stimmen. Kann Elemente von Break Beats enthalten. Bsp: Fischer Spooner, Tiga, The Hacker

Underground Techno:
Nicht kommerzieller Techno

Commercial Techno:
Oberbegriff für Techno der großen Plattenlabels. Enthält kommerzielle Vocals und Lead-Sounds. Bsp.: U96, Mauro Picotto

Hardstyle:
Auch eine kommerzielle Form von Techno, jedoch mit harter und dominater Bassdrum.
Wird vor allem in Großraumdiskotheken gespielt. Bsp.: DJ Dean, DJ Isaac

Gabber:
Entstand in den Niederlanden und zählt zu den extremsten Formen des Techno.
Oft keine melodische Elemente und aggressive, schnelle Bassdrum mit BPM von 150 bis über 200.

Schranz:
Eine dreckige, schnelle, düstere, minimalistische Form. Sehr perkussiv und maschinell klingend. Die Bezeichnung wurde 1994 von Chris Liebing geprägt und zeichnet sich auch durch übersteuernde Loops aus. Bsp.: Chris Liebing, Dj Rush, Christian Fischer

Break Beat:
Eine aus England stammende Mischung aus HipHop und Techno. Hier werden Samples geloopt und extrem gepicht. Begleitet von einem etwas doppelt so schnell wiedergegebenen HipHop-Beat. Aus dem Break Beat entstanden weiter Unterkategorien wie Jungle, Drum’n’Bass oder Big Beat.


Urban Musik

Urban Musik hat seine Wurzeln im Gospel, Jazz und Blues. Die Herkunft des Names bezieht sich auf die „schwarze“ Bevölkerung. Subrichtungen sind HipHop, R’n’B, Dancehall oder Reggae.

R’n’B:
Steht für Ryhtm and Blues, wurde früher auch als Soul bezeichnet und ist geprägt von melodischen gospelartigen Vocals. Bsp.: Alicia Keys, Destinys Child.

HipHop:
Eine Komination aus Rap als Sprachelemente, Breakbeats, Scratches und Samples aus Soul und Funkklassikern. Man unterscheidet hier zwischen: Eastcoast, Westcoast, Crunk und Dirty South.

Reggae:
Vorwiegend aus Jamaika stammende Musikmischung aus R’n’B, Blues, Calipso und Mentoelementen. Typisch hierfür sind hervorstechende Bassläufe, Bläserinstrumente, Echo-Effekte und ein Nachschlag zwischen der jeweils ersten und zweiten Zählzeit.
Hervorzuheben ist auch noch die eigenwillige singweise. Bsp.: Bob Marley, Gentleman, Sean Paul

Dancehall:
Bassiert auf den sogenannten “Riddims” (Beat und Bassriff). Ist eine Kombination aus HipHop und Reggae mit dem typischen „Boom, Boom, Tschack“ Rhythmus (Bass, Bass, Snare). Aktuelle Formen sind Reggaeton, welcher einer lateinamerikanischen Einfluss hat. Bsp.: Sean Paul, Beenie Man.

Funk:
Ziemlich perkussiv. An das Bassriff ausgerichtete Musik, die auch ohne Melodie auskommt. Bsp.: Bootsy Collins, Rick James


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